Verschiedene Arten von Perücken

Es gibt verschiedene Arten von Perücken, denn mit diesem Begriff werden eine ganze Reihe von Arten Haarersatz bezeichnet. Einige bieten eine ganzheitliche Lösung an – also eine Lösung, die den gesamten Kopf betrifft, andere wiederum vervollständigen die dem Betroffenen verloren gegangenen Haarteile. Neue Innovationen, modernste Techniken und auch neuartige Materialien sorgen dafür, dass die Einsatzgebiete für Perücken heute unendlich groß geworden sind. Heute können individuelle Lösungen gefunden werden, dass allen Betroffenen eine Lösung angeboten werden kann, also sowohl für Menschen, die unter der Perücke ihr Resthaar noch weiterhin tragen möchten, aber auch Menschen, die ihr Eigenhaar vollständig verloren haben und durch die Perücke ersetzen möchten.

Wenn es sich um Haarteile handelt, die durch die Perücke ersetzt werden sollen, gibt es eine große Zahl von Möglichkeiten die Haarteile aufzubringen, während beim totalen Ersatz des Haars durch eine Perücke diese einfach über den Kopf gestülpt wird: Eine dieser Möglichkeiten ist die Integration des Haarteils durch ein Haarnetz. Hierbei werden die Haare mit der Perücke mit diesem Haarnetz verbunden. Die Resthaare werden hierbei durch dieses  grobmaschige Netz gezogen. Eine weitere Möglichkeit um Haarteile am Resthaar zu befestigen ist das Weaving. Hierbei werden die Haare zu dünnen Zöpfen geflochten und an die kahle Stelle am Resthaar befestigt. Anschließend wird das Haarteil mit den Zöpfen verwoben. Eine weitere Möglichkeit ist die Befestigung von Haarteilen durch Verkleben oder mit der Hilfe von Hülsen. Hierbei wird das Haarteil durch Anweben am Resthaar befestigt. Eine weitere häufig verwendete Methode ist die Scheitelfixierung. Hierbei wird beim Resthaare ein Scheitel gezogen. Mit der Hilfe von Clipsen wird das Haarteil am Resthaar befestigt. Bekannt ist diese Methode auch als T-Parting. Haarteile werden aus Kunsthaar und aus Echthaar hergestellt. Kunsthaar ist auch bekannt unter der Bezeichnung Cyberhair. Es handelt sich hier um Kunsthaarfasern. Bei der Verwendung von Echthaar wird häufig das Haarersatz-System ContactSkin verwendet.

Tradition der Perückenmacher

Schon im Jahr 1656 entstand die erste Innung für Perückenmacher, und zwar in Paris. Es war nämlich das Bedürfnis damals von König Ludwig XIV., der wegen schütteren Haar erstmals zu einer Perücke griff. Hierdurch wurden Perücken auch zu einem wichtigen Statussymbol und auch ein Attribut der höfischen Kleidung an allen europäischen Königshöfen. Männer trugen damals eine sogenannte Allongeperücke, Frauen eine Fontange. Die Zunft der Perückenmacher fertigte nach dem Wunsch der Adligen bzw. der Höflinge und später auch den Angehörigen des Bürgertums Perücken nach Wunsch an. Die Hauptschwierigkeit der Herstellung von Perücken heute wie damals lag bzw. liegt darin, dass diese wie natürliches Eigenhaar aussehen sollen.

Perückenmacher finden heute Arbeitsplätze in Unternehmen, die sich mit der handwerklichen und industriellen Haarersatzteilherstellung befassen. Aber auch Opern- und Schauspielhäuser beschäftigen meist einen eigenen Perückenmacher oder eine ganze “Mannschaft”. Doch auch im Friseurgeschäft gibt es für Perückenmacher meist etwas zu tun. Hier handelt es sich jedoch meist um selbstständige Perückenmacher, die im Auftrag der Friseure deren Kunden mit Perücken versorgen, die individuell nach deren Bedürfnissen hergestellt werden.

Der Beruf des Perückenmachers macht es erforderlich, dass eine Ausbildung im Friseurhandwerk bzw. in der Maskenbildnerei absolviert wurde. Perückenmacher müssen aber nicht nur ihr handwerkliches Können verstehen. Sie müssen es im Rahmen von Beratungsgesprächen auch Kunden und Kundinnen vermitteln können bzw. diesen Vorschläge unterbreiten was die Form und die Farbe und vor allem auch die Länge der Haare der Perücke angeht. Zu berücksichtigen ist hierbei vor allem das auf dem Kopf noch vorhandene Resthaar und auch die Kopfform des Kunden. Hergestellt werden Maßtoupet oder eine Maßperücke aus Kunst- oder aus Echthaar. Das Tressieren, das Knüpfen und Tamburieren des Haarmaterials findet heute entweder per Handarbeit oder unter Zurhilfenahme von Spezialmaschinen statt. Natürlich gestalten Perückenmacher nach Kundenwunsch die Perücke auch mit entsprechenden Accessoires. Arbeitet ein Perückenmacher in der industriellen Haarersatzteilfertigung, so übernimmt dieser meist nur Kontrollarbeiten oder ist für  Einzel- oder Sonderaufträge zuständig.

Richtige Pflege für eine Perücke/Haarersatz

Jeden Morgen kämen – das viele. Viele schneiden sich auch aus diesem Grund die Haare sehr kurz, so dass gar nicht auffällt, ob sie überhaupt gekämmt sind. Trägt man nun aus irgendeinem Grund eine Perücke – Haarersatz, dann entfällt meist das Kämen von den eigenen Haaren. Dies heißt auch kein Ziepen, wenn sich die Haare über nach durch das Liegen doch ziemlich zersaust haben.  Aber auch wenn man eine Perücke hat, dann kommt man um die richtige Pflegen nicht herum.  Hierbei ist es egal, ob es sich um eine Echhaarperücke oder um eine Perücke mit synthetischen Haaren handelt. Die Vorgehensweise ist die gleiche:

Zunächst einmal muss man die Perücke , den Haarersatz waschen. Hierzu verwendet man am besten ganz normales Shampoo und einen Liter kaltes Wasser. Heißes Wasser sollte man nicht verwenden, weil die Perücke sonst ihre Form verliert. Die empfohlene Shampoomenge sind 15 ml. Das Shampoo möglichst in eine Schüssel geben und die Perücke in dieses Shampoobad legen dann schwenken. Danach ist es wichtig die Perücke mit klarem – wiederum kalten – Wasser auszuspülen. Die Haare dann möglichst nach unten fallen lassen. Zum Schutz der Haare sollte im Anschluss an das Shampoobad das Perückenhaar mit einem Balsam behandelt werden. Dieses wiederum mit einem Liter kaltem Wasser mischen. Im Balsambad sollte die Perücke 5 bis 10 Minuten verweilen, damit dieses einwirken kann. Dieses Balsam wird anschließend nicht mehr ausgespült. Anschließend wird die Perücke in eine Handtuch trocken gedrückt. Auf jeden Fall sollte ein Rubbeln vermieden werden, weil man die Perücke sonst kaputt macht. Der ideale Ort, um eine Perücke trocknen zu lassen ist ein Metallständer. Diesen sollte man ausschließlich im geschlossenen Raum aufstellen. Das Trocknen in der Sonne sollte man vermeiden. Bei einer Langhaar-Perücke kann auch hin und wieder ein Conditioner verwendet werden. Damit die Perücke einen frischen Glanz erhält, kann auch eine kleine Menge Shine-Spray verwendet werden zum Einsprühen. Danach wird das Perückenhaar gekämmt.

Perücken auf Perückenköpfen stilvoll präsentiert

Mit der Hilfe von Perückenköpfen, die in Österreich auch Haubenstöcke genannt werden, wurden und werden seit der Zeit des Barock und Rokoko Perücken geformt. Vor allem dienten sie der Maßanfertigung, aber auch deren Ablage. Wer heute ein Perücke besitzt, der besitzt auch meist einen Perückenkopf. Dieser Perückenkopf ist dem menschlichen Kopf nachempfunden.

Er verfügt über die gleichen Rundungen, jedoch wurden bei der Herstellung dieser Ablagemöglichkeit für Perücken die Ohren ausgespart. Und auch die Ausformungen für Augen, für den Mund und die Nase fehlen. Was allerdings vorhanden ist, ist ein Büstenansatz, auf dem der Perückenkopf schließlich aber auch abgestellt wird. Für die Herstellung der Perückenköpfe wurde früher ausschließlich Holz verwendet.

In der Zeit, in der die elitäre Gesellschaft grundsätzlich Perücken trug, wurden in Frankreich und auch im damaligen Stadtstaat Venedig Exemplare von Perückenköpfen hergestellt, die wahre Kunstwerke waren. Schon damals beschäftigten sich die Bildhauer eben auch mit Dingen für den alltäglichen Gebrauch. Die Perückenmacher – eine angesehene Zunft in der Zeit des Barock und Rokoko – verwendeten die Perückenköpfe dazu, um die Perücken in ihren Schaufenstern auch stilvoll zu präsentieren.

Hier konnten die Interessenten sehen, wie sich die jeweilige Perücke an den Kopf anschmiegt. Natürlich mussten und müssen auch heute bei gekauften Perücken Anpassungen vorgenommen werden, denn kein Mensch hat einen standardisierten Kopf. Vom Material her verwendet man für die Perückenköpfe heute im Übrigen außer Porzellan auch Keramik, vor allem aber Kunststoff oder aus Styropor.  Heute sind die Perückenköpfe allerdings auch meist mit einem “Gesicht” versehen. Verwendet werden Perückenköpfe heute nicht mehr nur dazu, um Perücken auszustellen bzw. diese ordnungsgemäß abzulegen, sondern auch um Hüte in Schaufenstern zu präsentieren.

Vor allem in Hutgeschäften sind die Perückenköpfe heute unentbehrlich geworden was die Schaufensterdekoration angeht. Präsentiert werden die Hüte meist auch mit einer Perücke, häufig aber auch ohne. Diese sollen dem Passanten zeigen, wie schön ein Hut auf dem Kopf aussehen kann.

Sinn und Zweck einer Perücke

Hört man den Begriff Perücke, dann ist dies für viele erst einmal ein Teil der Kostümierung, die man sich zum Karneval umlegt. Doch für viele Menschen ist die Perücke auch ein Seelentröster, und zwar in dem Moment indem der Betroffene die Haare verliert und diese versucht mit der Hilfe von künstlichem Haar zu ersetzen.

Grundsätzlich unterscheidet man Perücken aus Naturhaar und aus Kunsthaar. Die Perücken aus Kunsthaar, wenn sie zudem auch noch eingefärbt sind, werden vor allem dazu verwendet um sich an Karneval in einen ganz anderen Menschen zu verwandeln. Die Perücken indes, die heute getragen werden im Alltag dienen meist dazu, um zu verschleiern, was sich auf der Kopfhaut wirklich abspielt, nämlich dass dem Betroffenen durch Krankheit oder durch erblich bedingten Haarausfall die Haare ausgegangen sind. Aber auch Brandopfer verwenden Perücken für die Zeit der Wundheilung, einfach um nach außen hin einen “gesunden” Eindruck zu machen. Perücken dienen also dazu, das eigentliche Naturhaar zu ersetzen, wenn dieses auf irgendeine Weise nicht mehr vorhanden oder nicht gesund ist.

Verwendet werden Perücken auch bei Theateraufführungen oder in der Filmbranche. Vor allem wenn Szenen aus vergangener Zeit dargestellt werden sollen, wo die Menschen noch anders die Haare trugen, wird auf diese Art der Kostümierung zurückgegriffen. Es gibt hier auch die Möglichkeit Teil-Perücken zu verwenden.

Hierbei wird an das Naturhaar eine Perücke angebracht, als Haarverlängerung meist. Frauen verwenden diese Teil-Perücken allerdings auch um sich zum Beispiel für den Hochzeitstag eine Hochfrisur vom Friseur herstellen zu lassen. Der Sinn und Zweck von einer Perücke ist also ein perfekteres bzw. ein anderen Aussehen zu erhalten. Vor allem den Frauen und Männern, die aufgrund einer Krankheit “haarlos” sind bzw. “haarlos” werden, helfen Perücken ungemein die Psyche auf einem erträglichen Level zu halten, wobei beim Abnehmen der Perücke bei vielen der Schmerz über den Haarverlust wieder da ist bzw. diese eigentlich nie verschwunden war.

Kombination Perücke und Haartransplantation

Die Überschrift klingt wohlgemerkt erst mal etwas abwegig. Dennoch möchten wir auf eine eventuell für mache Kunden in Frage kommende und interessante Variante hinweisen.

Dazu ist erst mal zu sagen, dass klassische Haartransplantation, also die chirurgische Umverteilung von eigenen Haaren natürlich ausschließlich nur bei androgenetischem Haarausfall in Frage kommt. Nach Chemotherapien, oder bei krankhaftem Haarausfall, Alopecia Areata u.s.w. kommt leider keine Haartransplantation mehr in Frage, sondern ausschließlich Haarteile und Perücken.

Wenn jedoch – wenn jemand erblichen Haarausfall hat – dieser unbedingt eine Haartransplantation durchführen möchte und er dies zwar kann, aber der Haarkranz nicht für eine Komplettbepflanzung aussreicht, kann durchaus auch eine Kombination angedacht werden.

Beispielsweise könnte man dann mit einer Haartransplantation erst mal das 1/3 und 2/3 transplantieren – damit bekommt man bei einem guten Haarchirurgen sowieso tendenziell die etwas natürlichen Resultate wie bei einer Perücke hin – und dahinter, sprich auf der Tonsur, kann dann eine Perücke bzw. Haarteil angewendet werden. Somit wäre auch ein etwas schlechterer Kandidat für eine Haartransplantation eventuell dennoch komplett mit Haaren befüllt, auch wenn es hinten dann “nur” Haare durch Perücken sind.

Wenn es um mögliche Anbieter für Haartransplantation geht, so gehört sich vorher immer gut informiert. In Frage kommende Ärzte wären z.B. Dr. Mwamba Haarverpflanzung , oder ein Haarchirurg spezialisiert auf FUE Haarverpflanzung Dr. Heitmann, oder aber in weiterem entfernten Ausland, dafür aber günstig z.B. Dr Koray Haartransplantation Istanbul .

Im Beraterbereich auf der Haartransplantation Seite gibt es Berater wie Andreas Krämer, Spezialist für Haartransplantation und auf der Perücken Seite z.B. die sehr erfahrene Perücken Spezialisten Monika Fischer.

Auf alle Fälle macht ebenso sinn, auch mal in speziellen Haarausfall-Foren wie z.B. dem Forum für Haarausfall alopezie.de reinzuschauen.

Bekommt man eine Perücke bezahlt?

Im Prinzip ja, zumindest Zuschüsse und natürlich erst dann, wenn es medizinisch notwendig ist. Zudem, es wird ein Rezept von einem Arzt benötigt. Dieser Arzt macht auch vorher einen Kostenvoranschlag und der Arzt, oder der Patient reicht den Kostenvoranschlag bei der Krankenkasse ein.  Was welche Krankenkassee genau übernimmt, hängt dann von der jeweiligen Kasse ab.

Perücken als schnelle Hilfe

Perücken werden von Menschen auf unterschiedliche Weisen genutzt. Zur Bedeckung von kahlen Flächen, oder für eine andere Optik, aber auch zu religösen Zwecken.

Dabei kommt die Perücke jedoch am Meisten zum Einsatz wenn Menschen beispielsweise aufgrund einer Krebserkrankung die Haare verlieren.  Chirurgische Maßnahmen wie die Haartransplantation kommen dann nicht in Betracht und Medikamente oder Mittel gegen Haarausfall ebenso nicht. Einzig alleine Perücken können dann schnell Abhilfe verschaffen.

Neben der Optik, erst mal das wichtigste Argument für die Perücke, denn ist es vielen Erkrankten peinlich mit kahlen  Stellen am Oberkopf in die Öffentlichkeit zu gehen, wird aber auch Abhilfe für die Kopfhaut gegen die Kälte im Winter, oder die Sonne im Sommer geschaffen.